von Zeit zu Zeit sich Themen annehmen, die uns und unsere Umwelt direkt und unmittelbar betreffen. Von Zeit zu Zeit sich diesen Fragen direkt und unmittelbar annehmen und sich damit auch beschäftigen. Wir werden uns auf unseren Internetseiten dieser Thematik verstärkt annehmen, indem wir Themen vorstellen, Berichte veröffentlichen, aber auch Parteien, Politiker und Verantwortliche befragen und deren Statements hier veröffentlichen. Wir wollen hier in Schleswig-Holstein aber nicht nur Statements abfragen und Informationen veröffentlichen, sondern die Verantwortlichen auch zu öffentlichen Veranstaltungen einladen, um konkrete Fragen auch konkret beantwortet zu bekommen und nur das Publikum soll entscheiden, welche/r Vortragende/r klare, eindeutige und sachliche Aussagen gegeben hat. Bald geht es los und Sie alle können dabei sein, wenn NaturaPur seine erste öffentliche Podiumsdiskussion zu Umweltproblemen in Schleswig-Holstein veranstaltet !
Schülerwettbewerb zum Thema Ökologischer Landbau
Der bundesweite Schülerwettbewerb „Bio find ich Kuh-l“ lädt Kinder und Jugendliche aller Schularten – von der 3. bis zur 11. Jahrgangsstufe – ein, auf Entdeckungsreise zu gehen und dabei den Ökolandbau genau unter die Lupe zu nehmen. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit der ökologischen Landwirtschaft auseinander setzen: von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zum Handel. Die Teilnehmer werden angeregt, Höfe, Läden, Verarbeitungsbetriebe etc. zu besuchen und selbst aktiv zu werden, z. B. mit eigenen Schülercafés oder Kochaktionen.
Eingesandt werden können verschiedene Beitragsformen: Website, Hörspiel/Reportage, Plakat, Video, Lied, Spiel, Modelle, Skulpturen etc. Die Beiträge können in Klassen-, Kurs-, Projektarbeit oder als Einzeleinsendung entstehen.
Laufzeit:
31.08.2009 mit Option auf Verlängerung bis 31.08.2010
http://www.bio-find-ich-kuhl.de/
Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Düstere Szenarien bei Klima-Beratungen in Paris
Überschattet von düsteren Klima-Vorhersagen beraten in Paris fast 500 Forscher und Regierungsexperten im Auftrag der Vereinten Nationen über die Gefahren der Erderwärmung.
Der so genannte Zwischenstaatliche Ausschuss zum Klimawandel (Intergovernmental Panel on Climate Change - IPCC) soll bis Freitag den Wissensstand zur Klimaveränderung als Basis für Gegenmaßnahmen der Politik zusammenfassen. Laut der britischen Zeitung "The Independent" wird die Bilanz der Experten dabei deutlich dramatischer ausfallen als erwartet.
Es sei "fast unvermeidlich", dass die Durchschnittstemperatur auf der Erde bis Ende des Jahrhunderts um zwei bis 4,5 Grad steigen werde, berichtet die Zeitung. Aber auch eine Erhöhung um sechs Grad "oder mehr" könne nicht ausgeschlossen werden. Laut einem Entwurf für den IPCC-Bericht sind damit längere und häufigere Hitzewellen im Sommer absehbar, nachdem schon seit 1850 elf der zwölf heißesten Jahre in die Zeit nach 1995 gefallen seien, wie es im "Independent" heißt. Auch Tropenstürme und Orkane würden an Stärke gewinnen, und der Meeresspiegel werde bis zum Jahr 2100 um bis zu 43 Zentimeter steigen. Im Sommer werde die Arktis eisfrei sein und Gletscher in den Bergen würden nach und nach weitgehend verschwinden.
Ein Grund für einen möglicherweise deutlich rasanteren Temperaturanstieg sei die schwindende Möglichkeit der Erde, bei steigenden Temperaturen Treibhausgase zu absorbieren, berichtet der "Independent". Damit könne die CO2-Konzentration in der Atmosphäre um weitere 44 Prozent steigen, womit bis 2100 ein zusätzlicher Temperaturanstieg um 1,2 Grad programmiert sei.
In seinem letzten Bericht aus dem Jahr 2001 hatte der IPCC eine Klimaerwärmung zwischen 1,4 und 5,8 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts vorhergesagt. Dagegen hatte sich die Erde seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren um fünf Grad erwärmt. Angaben wie die des "Independent" über bevorstehende Veröffentlichungen werden durch den IPCC grundsätzlich nicht kommentiert, weil der Bericht in der Schlussphase noch deutlichen Veränderungen unterliegen kann.
Bereits in seinem viel beachteten ersten Bericht hatte der IPCC 1990 über zunehmende Ansammlungen der vom Menschen verursachten Treibhausgase in der Atmosphäre berichtet und vor einer steigenden Erderwärmung gewarnt.
Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen vorgestellt
Den fortschreitenden Verlust der Arten- und Lebensraumvielfalt in Deutschland dokumentiert die neueste Auflage der Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen, die Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Vizepräsident des Bundesamtes für Naturschutz, Rudolf Ley, heute vorgestellt haben. „Die Rote Liste zeigt, dass die Anstrengungen zum Schutz der Arten- und Lebensraumvielfalt auf allen Ebenen fortgeführt werden müssen“, so die Bilanz von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Rund 72 Prozent aller 690 verschiedenen Lebensraumtypen in Deutschland gelten nach wie vor als gefährdet oder sogar als akut von der Vernichtung bedroht. „Der Verlust an Lebensräumen ist in vielen Fällen nicht oder nur mit großem Aufwand rückgängig zu machen. Sterben Tier- und Pflanzenarten aus, ist dies unwiderruflich“, mahnte Gabriel.
Erfreulich ist, dass mittlerweile für eine Reihe von Biotoptypen, die in der Vergangenheit auf dem Rückzug waren, eine Stabilisierung erreicht werden konnte. Hier zeigen sich erste Erfolge der aktuellen Naturschutzbemühungen, etwa die Umsetzung des europäischen Naturschutzrechts, die Verbesserung des Biotopverbunds, die Optimierung des Schutzgebietssystems und die Zunahme des ökologischen Landbaus. Allerdings gelang es trotz aller Anstrengungen nicht, den Rückgang der biologischen Vielfalt nachhaltig zu stoppen. Dies zeigt sich insbesondere am dramatischen Rückgang einstmals weit verbreiteter Biotoptypen, wie beispielsweise der blumenreichen Wiesen und Weiden oder der Klarwasser-Seen.
„Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es nach wie vor eine Vielzahl von Biotopen gibt, die hochgradig gefährdet sind und auch weiter zurückgehen. Es besteht somit weiterhin kein Grund zur Entwarnung. Durch den noch immer viel zu hohen Flächenverbrauch und durch ein weiteres Voranschreiten der Nutzungsintensität in vielen Bereichen unserer Kulturlandschaften bei gleichzeitiger Nutzungsaufgabe traditioneller Bewirtschaftungsformen in vielen Mittelgebirgsregionen hat sich die Situation insgesamt weiter verschlechtert“, erläuterte Ley.
Gabriel sagte, die vorliegende Neufassung der Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen mache deutlich, dass die Anstrengungen des Naturschutzes auf allen Ebenen fortgeführt werden müssen, um unser Naturerbe dauerhaft zu sichern und das international vereinbarte Ziel zu erreichen, den Rückgang der biologischen Vielfalt bis zum Jahre 2010 aufzuhalten.
Die Umweltminister der G8-Staaten haben hierzu in der „Potsdam-Initiative zur biologischen Viel¬falt 2010“ am 17. März 2007 festgehalten, dass der Erhaltung der biologischen Vielfalt die gleiche globale Bedeutung zukomme wie dem Klimaschutz. Sie verpflichteten sich dazu, die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu ergreifen. Der Umsetzungsstand des Zieles, den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen, wird auch ein zentrales Thema der UN-Naturschutzkonferenz darstellen, die im Mai 2008 in Deutschland stattfinden wird.
Ein Hintergrundpapier und weitere Informationen sind im Internet unter
www.bmu.de oder
www.bfn.de erhältlich.
Bezugsquelle für die Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands:
Riecken, U., Finck, P., Raths, U., Schröder, E. & Ssymank, A. (2006): Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands. Zweite fortgeschriebene Fassung 2006. - Natursch. Biol. Vielf. 34, 318 S. ISBN 3-7843-3934-4, BfN-Schriftenvertrieb im Landwirtschaftsverlag GmbH, 48084 Münster, € 24,00. URL:
www.lv-h.de/bfn
Verbraucherschutz
Neues Bio-Siegel der Europäischen Union
Ein neues Siegel für ökologisch hergestellte Lebensmittel soll deren Qualität
sichern. Damit stärkt die EU die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern.
Die neuen Regeln für Öko-Lebensmittel sind ein Quantensprung für den Ökolandbau
in Europa. "Die Verbraucherinnen und Verbraucher können auf ein hohes
Schutzniveau vertrauen und darauf, dass künftig, wo Bio draufsteht, auch Bio drin
ist", betonte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer.
Die Verwendung des EU-Logos ist für ökologische Produkte verpflichtend. Ab 2009
soll das Logo Bio-Waren wie Obst oder Gemüse aus ökologischem Anbau sowie
Fertigprodukte wie Kekse kennzeichnen.
Das neue Logo "wird den Kunden gestatten, ökologische Erzeugnisse in der EU
leichter zu erkennen, und ihnen Gewissheit geben, was sie genau
kaufen", ergänzte EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel.
Der ökologische Landbau nimmt in der EU stetig zu. 2005 wurden 6 Millionen Hektar
ökologisch bewirtschaftet. Die Zahl ökologischer Betriebe stieg von 2005
gegenüber 2004 um mehr als sechs Prozent.
Deutsches Bio-Siegel gilt weiter
Das neue EU-Siegel basiert auf denselben Vorschriften wie das in Deutschland
gültige sechseckige Bio-Siegel. Lebensmittel, die dieses Zeichen tragen, müssen
zu mindestens 95 Prozent aus ökologischen Zutaten bestehen. Versehentliche
Verunreinigungen durch Spuren genetisch veränderter Organismen dürfen einen
Grenzwert von 0,9 Prozent nicht überschreiten. Aus gentechnisch veränderten
Organismen hergestellte Zusatzstoffe sind in der neuen Verordnung nur noch in
seltenen Ausnahmefällen zulässig.
Das deutsche Bio-Siegel und andere bestehende Siegel dürfen weiterhin verwendet
werden. So können auch Anbauverbände, die strengeren Vorschriften folgen, ihre
Produkte mit eigenen Logos kennzeichnen. Alle Siegel müssen die
Mindestvorschriften der EU-Öko-Verordnung erfüllen.